Geschichte

Die  Marktgemeinde zählte im Jahr 1920 2.697 Einwohner. Als Bürgermeister fungierte Karl Wittwar  (1921-1929).  Im  Jahr  1922  brannte in Heidenreichstein erstmals das elektrische Licht.  Straßenpflasterungen  und  ein  Teil  der Kanalisation wurden erst Anfang der 1930er Jahre verlegt. Schon damals prägte ein vielfältiges Vereinswesen das Gesellschaftsleben.

Die Gründung erfolgte 1925 unter dem Namen: „Arbeiter-Turn- u. Sportverein Heidenreichstein“. („ATSV“ bzw. „ATUS“).

Nach 1945 fand sich bis 1949 auch die Bezeichnung: „ASV“. Die Vereinsfarbe wurde mit „GRÜN-WEISS“ festgelegt und der 1. Sportplatz befand sich bis 1948 in der Flurgasse - später war dies das Firmengelände der Firmen „Jury“ u. „Zeiler-Baustoffe“. Anfangs wurden in diesem Verein neben Fußball noch andere Sportarten (u.a. Laufen, Turnen) ausgeübt. Erst nach dem Krieg (1945) entstand ein reiner Fußball-Club, allerdings mit angeschlossenen Sektionen. Diese Sektionen wechselten im Lauf der Jahrzehnte mehrmals, u.a. gehörten auch zeitweise der Motorsport (1940er -1950er Jahre) und die erfolgreiche Schachsektion (ab den 1960er Jahren) dem Verein an.

Die ersten sportlichen Aktivitäten fanden als Freundschaftsspiele oder in Turnierform statt: Es gab noch keine Sponsoren, die Spieler mussten sich alles, auch Leibchen und Hosen, entweder kaufen oder notdürftig selbst anfertigen. Als Gegner kamen nur Teams aus der Umgebung in Frage. Die Anreise zu Auswärtsspielen erfolgte zumeist mit Pferde-Fuhrwerken. Bereits in den 1930er Jahren nahm der Verein an einer Meisterschaft teil, wie die älteste  vorhandene fragmentarische Tabelle (Herbst 1938/39) beweist. Am 1.9.1939 brach der 2. Weltkrieg aus, und es sollte bis zum Jahr 1945 zum Erlöschen eines regulären Spielbetriebes kommen.

Die erste Nachkriegs- Saison 1945/46 - „GR. WALDVIERTEL“  -  wurde  ab Frühjahr 1946 in nur einem Durchgang gespielt. Der ATSV belegte dabei den 6.Platz (13 Vereine).Durch die große Zahl neuer Vereine war es auch eine Zeit vieler Reformen.
Mit diesem Aufstieg 1949 und dem Einstieg  der  Firma  „PATRIA“ als Hauptsponsor wurde eine äußerst erfolgreiche Ära eingeleitet.

In  der  Saison  1967/68  gelang  dem  Team  mit  Trainer Leopold Polt der Meistertitel und Aufstieg in die Unterliga West/Waldviertel. Mit Franz Stelczer wurde ein ausgebildeter Lizenztrainer aus Waidhofen/Thaya verpflichtet. Stelczer und Polt führten gemeinsam das Team 1969 zu einem tollen 5.Platz in der Unterliga. 1971 erfolgte infolge vieler Verletzungen, Sperren und fehlendem Spielglück der Abstieg in die 1. Klasse WV.

Nachdem die Möbel-Handl-Damen seit 1981 sehr erfolgreich hobbymäßig gespielt hatten, war es 1985 so weit: Um offiziell an der 2.Damen-Liga/Ost teilnehmen zu können, wurde vom FCH die Gründung einer „Sektion-Damenfußball“ beschlossen. Als Sektionsleiter wurde Robert Redl in den Vorstand des FCH kooptiert.

Die neue Damenfußball-Sektion „DFC Möbel-Handl“ startete gleich mit 2 Meistertiteln (1986 und 1987) und stieg 1987 in die Österreichische DAMEN-BUNDESLIGA auf.

1986/87 neuerlicher Gewinn des Meistertitels in der 1. Klasse Waldviertel. Mitte der 80iger Jahre begann auch das Zeitalter der Legionäre. Der erste Legionär beim FC-Heidenreichstein war Rostislav „Rori“ Vaclavicek. Er war Olympiasieger mit der tschechischen Nationalmannschaft.

Nach dem Abstieg der jungen Elf aus der Unterliga konnte man sich unter Trainer Manfred Moser mit Hilfe des Klasse-Liberos Zdenek Peclinovsky u. Franz Adamicek in der 1. Klasse wieder konsolidieren. 1993 übernahm Spielertrainer Franz Ehrentraut das Team. Nach einer guten Saison stürzte man aber 1995 in den Keller (2. Klasse Waldviertel). Nach einer gelungenen finanziellen und sportlichen Konsolidierungsphase gelang im Jahr 1998 der Wiederaufstieg in die 1.Klasse. Einziger  Legionär  war  nun Spieler-Trainer Miroslav Mlejnek. Mit ihm gelang 2002 wiederum ein Meistertitel, doch schon 2003 erfolgte wieder der Abstieg. Nur knapp entging man im Jahr  darauf  der  sportlichen Katastrophe - dem Abstieg in die 2.Klasse. 

2005 erfolgte der Einstieg der VOLKSBANK als Hauptsponsor und die Umbenennung in FC VOLKSBANK Heidenreichstein.

Den bislang letzten Titel konnte die Elf rund um Trainer Adi Simon in der Saison 2010/11 erringen. Nach guten Platzierungen musste die bislang erfolgreiche Mannschaft aber im Jahr 2014 leider etwas unglücklich den Abstieg hinnehmen. Seit dem spielen wir in der 1. Klasse Waldviertel.

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